Der in Bochum angebotene Masterstudiengang bietet je nach Zugangsqualifikation und Interesse die Möglichkeit, zwischen den Wahlbereichen Kriminologie oder Kriminalistik zu wählen.

In den Bereichen Polizei, Strafvollzug, Bewährungs- und Gerichtshilfe, Sozialarbeit, im schulischen und außerschulischen Bereich wird kriminologisches Wissen zunehmend benötigt und gefordert. Der Wahlbereich Kriminologie bietet Personen, die sich mit Kriminalität und abweichendem Verhalten beschäftigen oder damit im beruflichen Kontext konfrontiert sind, die Möglichkeit, im Rahmen eines komprimierten und praxisorientierten Studienganges aktuelle Forschungsergebnisse aufzuarbeiten und diese im gemeinsamen Dialog mit qualifizierten Dozentinnen und Dozenten und anderen Studierenden in praxistaugliche Handlungsmodelle zu transferieren.

Die neueren Entwicklungen im Bereich der kriminologischen, kriminalistischen sowie der polizeiwissenschaftlichen Forschung haben gezeigt, dass effektive Kriminalitätsbekämpfung nur im Verbund von Polizei und sozialen Berufen möglich ist und in die allgemeine gesellschaftliche und kommunale Entwicklung mit eingebunden werden muss. Die kriminologische Forschung konzentriert sich daher zunehmend auf die strukturelle Vernetzung von präventiven und repressiven Aspekten und geht dabei wesentlich von interdisziplinären Ansätzen aus. Dementsprechend prägt die Interdisziplinarität die Ausgestaltung der Studieninhalte sowie die fachliche Herkunft der beteiligten Dozentinnen und Dozenten. Die Zusammensetzung der Studierenden, die berufliche und fachliche Bereiche repräsentieren, führt zu Synergieeffekten durch Kooperation und Kommunikation im Rahmen des Studiums.

Zudem besteht seit 2016 für Interessierte die Möglichkeit, den Bereich Kriminalistik zu wählen. Der seit 2005 bestehende Studiengang wurde um die benannten Studieninhalte erweitert und bietet nun, neben dem kriminologischen Schwerpunkt, erstmals seit über 20 Jahren in Deutschland wieder die Möglichkeit, kriminalistische Inhalte an einer Universität und unter wissenschaftlicher Anleitung zu studieren.

Der Masterstudiengang schließt im deutschen Aus- und Fortbildungssystem vorhandene Lücken und will zur Qualifikation und Qualitätssicherung bereits bestehender Berufsfelder beitragen. Besonderer Wert wird gelegt auf die Einbeziehung der Praxiserfahrungen der Teilnehmer und eine breit angelegte Vermittlung von methodischen Kenntnissen und fachlichen Fähigkeiten. Dabei gehen wir davon aus, dass Kriminalität als komplexes gesellschaftliches Phänomen ebenso komplexe wie fachübergreifende Ansätze zur Analyse und Strategieentwicklung erfordert. Durch Vermittlung und Aktualisierung wissenschaftlicher Kompetenzen und Methoden werden Schlüsselqualifikationen für die Berufsfelder vermittelt. Mittels angeleiteter Analysen von Praxisabläufen und Berufsfeldern werden die Studierenden befähigt, in ihrem Tätigkeitsbereich ziel- und prozessorientiert, innovativ und wissenschaftlich informiert und reflektiert zu arbeiten.

 

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